Wenn innovative Köpfe der Wasserwirtschaft zusammenkommen, entsteht weit mehr als nur fachlicher Austausch. Am 23. Januar 2026 versammelten sich rund 30 führende Experten und innovative Wasserversorger aus Österreich und Deutschland zum ersten “Zukunftsforum WASSER”. Das Ziel des exklusiven Fachforums in Villach: Konkrete Antworten auf die drängendsten Herausforderungen der Branche zu finden – vom Klimawandel bis zur Künstlichen Intelligenz.
Durch die tägliche Zusammenarbeit mit Wasserversorgern jeder Größe wissen wir nur zu gut: die Wasserbranche steht europaweit unter enormem Druck. Mit dem Zukunftsforum WASSER wollten wir eine Plattform schaffen, bei der es darum geht, gemeinsam an echten Lösungen zu tüfteln und ein Netzwerk aufzubauen, das sich gegenseitig unterstützt. Wenn wir unsere Erfahrungen teilen und die Digitalisierung gemeinsam anpacken, wird daraus am Ende ein greifbarer Vorsprung für jeden Versorger.

Dipl.-Ing. Rudolf Ball
CEO, SYMVARO GmbH
Dabei ist das Zukunftsforum WASSER kein klassischer Kongress, sondern ein Tag voller Inspiration, Begegnungen und dem gemeinsamen Mut, die Branche neu zu denken. Unter dem Motto „Die Agenda der Pioniere“ wurde deutlich: Die Zukunft der Wasserversorgung ist digital – aber ihr Herzschlag bleibt menschlich.
Um die Herausforderungen der Branche ganzheitlich zu beleuchten, brachten vier hochkarätige Experten wertvolle Impulse ein, die in der anschließenden Diskussion für viel Gesprächsstoff sorgten:
Prof. Dr. Mark Oelmann (Hochschule Ruhr West und MOcons Consulting) verdeutlichte eindrucksvoll, warum mutlose Entscheidungen uns heute und gerade in der Wasserversorgung teuer zu stehen kommen. Die Schere zwischen steigenden Qualitätsanforderungen und alternder Infrastruktur geht immer weiter auf. Zugleich wird das nötige Wissen für die Arbeit in der Wasserversorgung immer komplexer, die Wissensweitergabe bleibt Herausforderung. Die zentrale Erkenntnis: Strategie schlägt Ad-hoc Lösungen. Oelmann plädierte daher für die Nutzung von Daten und Kooperationen, um die ökonomische Tragfähigkeit langfristig zu sichern. Damit brachte er es auf den Punkt: Wer heute bei der Digitalisierung zögert, zahlt später drauf.
Dipl.-Ing. Dr. Michael Tauber (Cell GmbH) nahm die Teilnehmer mit in die Welt der Künstlichen Intelligenz. Mit dem Assistenten „BOTTI“ zeigte er, wie KI im Wasserwerk Fachwissen sichert und Teams spürbar entlastet. Wenn langjährige Kollegen in Pension gehen, darf deren Know-how nicht verloren gehen. Die KI fungiert hier als digitales Gedächtnis, das Fragen zu Bescheiden oder Plänen sofort beantworten kann. Das entlastet das gesamte Team und sorgt dafür, dass Wissen dort landet, wo es gebraucht wird. Die Erkenntnis: KI ersetzt nicht den Menschen, sondern schützt sein wertvollstes Gut – die Erfahrung. Ein echter Gamechanger gegen den drohenden Wissensverlust in der Wasserversorgung.
Ing. Peter Weiß (Wasserwerksleiter Villach) gab ehrliche Einblicke in seine wertvollen Praxiserfahrungen mit LoRaWAN für die Funkwasserzähler. Die Vernetzung von über 8.000 Zählern zeigt, dass Digitalisierung im Wasserwerk Villach längst keine Theorie mehr ist, sondern täglich Nutzen stiftet. Statt einer einmaligen Ablesung der Zähler als ‘Blick in die Vergangenheit’ profitiert man nun vom laufenden Echtzeit-Monitoring inklusive wichtiger Alarme und Meldungen. Neben dem Wasserverlustmanagement stellte Peter Weiß – ganz im Sinne des Zukunftsforums – gleich weitere innovative Anwendungsbereiche für die Zukunft vor.
Udo Dehne (DVGW Deutschland) schloss den Kreis mit einem “wasserpolitischen Forderungspapier” und sprach dabei gleich Klartext zum Thema Bürokratie in der Wasserwirtschaft. Sein Appell: Die Politik muss den Wasserversorgern den Rücken freihalten, statt sie noch weiter zu belasten. Denn nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, haben Wasserversorger die Freiheit, sich um ihre eigentliche Kernaufgabe zu kümmern: nämlich die sichere Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. Der Abbau bürokratischer Hürden, klare Regelungen und staatliche Unterstützung für Innovationen sind dabei essentiell für die Sicherheit von morgen. Ein weiteres Herzensanliegen von Udo Dehne: Das Bewusstsein für den Wert des Wassers in der Öffentlichkeit zu stärken. Damit sprach er den vielen Anwesenden, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausüben, wohl aus der Seele.
Was wäre ein Zukunftsforum ohne den Bezug zur Basis? Der Tag startete bereits aktiv mit einer Exkursion zum Hochbehälter Weinitzen. Bei der Besichtigung der lokalen Quellgebiete und modernen Anlagen wurde einmal mehr klar, für welch kritische und wertvolle Infrastruktur Wasserversorger täglich im Einsatz sind. Dieser Blick „ins Feld“ schuf die perfekte Grundlage für die späteren Strategiegespräche.
Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Kreativität. Nach intensiven Workshops und offenen Gruppendiskussionen unter der Moderation von Gerald Hackl (Trigon) simulierten die Teilnehmer eine „Pressekonferenz” der Wasserversorgung im Jahr 2030. Die dort präsentierten Visionen zeichneten das Bild des „Wasserwerks 6.0“: Ein schlanker, hoch-digitalisierter Betrieb, in dem Roboter und KI Routineaufgaben übernehmen, damit sich der Mensch auf strategische Entscheidungen und mehr „Menschlichkeit“ konzentrieren kann.
Ein zentraler Gedanke des Forums war durchgehend spürbar: Ein modernes „Wasserwerk 6.0“ braucht zwar intelligente Prozesse und Roboter, aber vor allem braucht es auch Menschlichkeit. Gerade um den „War for Talents“ zu gewinnen und Digitalisierungsskeptiker mitzunehmen, braucht es Begeisterung, lebenslanges Lernen und ein starkes Netzwerk. Worin sich alle Teilnehmer einig waren: Wir machen einen „geilen Job“! Genau das gilt es auch nach außen zu tragen und zu erhalten.
Der fachliche Teil fand seinen harmonischen Abschluss bei einem gemeinsamen Abendessen. In entspannter Atmosphäre wurden Kontakte vertieft, neue Ideen gesponnen und – wie schon den ganzen Tag über – viel gelacht. Ganz klar: Hier ist eine Gemeinschaft entstanden, die sich gegenseitig unterstützt und die Impulse des Zukunftsforums auch wirklich in die Praxis mitnehmen will.
Wenn man sieht, mit wieviel Leidenschaft die Teilnehmer an der Pressekonferenz für das Jahr 2030 gearbeitet haben, weiß man: Die Wasserwirtschaft ist bereit. Dieser intensive Austausch hilft uns dabei, unsere Technologie weiterhin exakt an der Praxis auszurichten und echten Mehrwert für die Digitalisierung der Versorger zu schaffen. Wir gehen mit unheimlich viel Inspiration nach Hause und freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung dieses Weges mit unseren Pionieren.

Mag. Philip Kozeny
CTO, SYMVARO GmbH
Wir sagen ein riesiges Dankeschön an alle Speaker und Teilnehmer, die mit ihrer Leidenschaft und ihrem Wissen diesen Tag so besonders gemacht haben. Wir sind stolz darauf, diesen Weg gemeinsam zu gehen!
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